Helden der Corona-Krise
Eleonora Riz à Porta, Leiterin Human Resources Management, Universitätsspital Basel
Das Universitätsspital Basel stand in den letzten Monaten mitten im «Corona-Sturm». Ihr Spital betrieb ein Corona-Testzentrum und behandelte Corona-Patienten in zwei eigens eingerichteten Covid-19-Stationen. Wie erlebten Sie die Zeit?
Es war anspruchsvoll. Einige Patienten waren schwer krank. Für die Mitarbeitenden war es dabei z. B. auch anstrengend, den ganzen Tag lang Schutzkleidung, Schutzmaske und Schutzbrille zu tragen. Wir mussten gleichzeitig für viele organisatorische Fragen rasch Lösungen finden. Schön war, die grosse Solidarität von aussen zu erleben, und die intensive und sehr gute Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen.
Hatten Sie genügend Fachkräfte?
Grundsätzlich ja. Aber: Beim Intensivpflegepersonal und bei den Ärztinnen und Ärzten im Intensivbereich ist es generell schwierig, genügend Personen mit den entsprechenden Fachausbildungen zu finden. Dieser Mangel war während der Corona-Phase nochmals stärker akzentuiert.
Wie haben Sie die Situation bewältigt?
Wir konnten die Vorlaufzeit effektiv nutzen: Wir haben eine strenge Personalplanung vorgenommen und für eine optimale Nutzung der internen Ressourcen – z. B. durch Verschiebungen – gesorgt. In der Vorbereitungsphase haben wir unser Personal angemessen geschult und auf diese spezielle Situation vorbereitet. Gleichzeitig konnten wir für bestimmte Fachpersonen auf Ressourcen von anderen Spitälern zurückgreifen.
Und gleichzeitig gab es Kliniken mit zu wenig Arbeit?
Durch das Verbot der geplanten Eingriffe hatten wir auf manchen Stationen eine Unterauslastung. Ein Teil des Fachpersonals, insbesondere der Pflege, konnte flexibel eingesetzt werden. Andere Mitarbeitende mussten ihre Überstunden kompensieren.



